Seniorennachmittag mit der Polizei

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Wie kann man sich im Alltag vor Betrug, Diebstahl und anderen Gefahren schützen? Dieser Frage widmete sich der ökumenische Seniorennachmittag in Ermatingen vom 23. September unter dem Titel "Sicherheit im Alter". Rund 40 Seniorinnen und Senioren nahmen daran teil – ein deutliches Zeichen dafür, dass das Thema viele ältere Menschen bewegt.
Richard Häberlin,
Einleitend begrüsste Pater Joseph Palliyodil die Anwesenden mit einigen Gedanken zum Gleichnis Jesu von den Arbeitern im Weinberg. Auch wir, insbesondere die ältere Generation, seien Menschen, die gleichwertig und gleichermassen von Gott geliebt sind. Niemand müsse sich mehr beweisen. Die gemachten Erfahrungen und das gelebte Leben seien ein grosser Schatz.

Als Referent war Matthias Graf, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau, zu Gast. Gleich zu Beginn sagte er, es gehe nicht darum, Angst zu machen oder hinter jeder unbekannten Person einen Betrüger zu vermuten. Vielmehr ermutigte er die Anwesenden zu einem gesunden Misstrauen und einer guten Portion Menschenverstand.
Anhand verschiedener Beispiele zeigte er, mit welchen Tricks Kriminelle versuchen, an Geld oder persönliche Daten zu gelangen. Dazu gehören etwa Klemmbrettbetrüger oder falsche Handwerker, die sich Zugang zu Wohnungen verschaffen wollen, aber auch klassische Betrugsmaschen wie der Enkeltrick oder Anrufe von Personen, die sich als Polizisten oder Bankangestellte ausgeben. Auch das Thema Einbruch wurde angesprochen: Schon einige einfache Vorsichtsmassnahmen können dazu beitragen, das eigene Zuhause besser zu schützen.
Ein zunehmend wichtiger Bereich ist das Internet. Betrügerische E-Mails, Nachrichten und Webseiten werden immer professioneller gestaltet. Ein unbedachter Klick auf einen Link oder das Öffnen eines unbekannten Anhangs kann bereits unangenehme Folgen haben. Deshalb gilt: Bei unbekannten Nachrichten lieber einmal zu vorsichtig als einmal zu sorglos sein.
Grundsätzlich lautete seine Empfehlung: Sich zu nichts drängen lassen! Persönliche Daten sollten äusserst sparsam weitergegeben werden. Auch am Telefon ist Vorsicht angebracht, wenn jemand unerwartet nach Geld, Passwörtern oder persönlichen Informationen fragt.
Zum Schluss ermutigte der Referent die Seniorinnen und Senioren, verdächtige Beobachtungen oder Betrugsversuche der Polizei zu melden. Auch wenn man selbst nicht geschädigt wurde, könnten solche Hinweise helfen, weitere Menschen zu schützen.
Der Nachmittag machte deutlich: Man muss nicht aufhören, an das Gute im Menschen zu glauben. Aber Vorsicht und ein gesundes Misstrauen sind hilfreich, um sich vor Gefahren von aussen zu schützen.

In seinen Nachgedanken gab Pfarrer Richard Häberlin den Anwesenden den Gedanken mit auf den Weg, dass äussere Sicherheit wichtig ist, die innere Sicherheit und das Vertrauen auf Gott aber nur durch Vertrauen erlangt werden können, indem man all das, was man nicht kontrollieren kann, in Gottes Hände legt.
Ein feiner Zvieri rundete den interessanten und gemütlichen Nachmittag ab. Unter grossem Applaus wurde das Vorbereitungsteam, bestehend aus Beatrix Loosli (Organisation), Nathalie Eugster (Dekoration) und Rembert Dür (Verpflegung) herzlich verdankt.