Neues Gesicht in der Kirchenvorsteherschaft

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Zeitungsbericht der Kirchgemeindeversammlung vom 5. Mai 2021
Nicole Ponce Heredia
Evangelische Kirchgemeinde wählt Carolin Schmid in die Kirchenvorsteherschaft
«Veranstaltung wegen Corona abgesagt» Plakate, mit derartiger Aufschrift machten im vergangenen Jahr auch nicht vor kirchlichen Veranstaltungen halt, was der Jahresbericht der evangelischen Kirchgemeinde Ermatingen verdeutlicht. Das Gemeindeleben bleibe auch weiterhin durch Covid-19 eingeschränkt. Doch die evangelische Kirchgemeinde zeigt mit Kreativität, Anpassungsfähigkeit und frischem Wind lässt sich vieles bewerkstelligen. So werden beispielsweise die Gottesdienste seit November letzten Jahres aufgezeichnet und können live oder zu einem späteren Zeitpunkt angeschaut werden. Für die kurz bevorstehenden Konfirmationen wird im Gemeindehaus ein Livestream eingerichtet, ausserdem soll im Aussenbereich der Kirche eine zeltähnliche Überdachung für weitere Gäste zur Verfügung gestellt werden, da jeder Konfirmand nur vier Personen in die Kirche mitbringen kann.
Zunächst startete jedoch Philip Pauli in den Abend und begrüsste im Namen der Kirchenvervorsteherschaft die 24 stimmberechtigten Kirchbürgerinnen und Bürger. Nach einer stillen Gedenkminute für verstorbene Gemeindemitglieder und dem anschliessenden Lied «Grosser Gott wir loben Dich» mit musikalischer Begleitung von Judith und Urs Keller erhob auch Pfarrer Marc Mettler ermutigende Worte an die Gemeinde. So sei es wichtig, dass die Kirche zeitgemäss und aussagekräftig bleibe.


Rechnung 2020 einstimmig angenommen
Vize-Präsident und Aktuar Christian Roth wurde als Protokollführer, Peter Hausammann und Hanspeter Müller als Stimmenzähler gewählt und im Anschluss das Protokoll der letzten Kirchgemeindeversammlung einstimmig genehmigt.
Nachdem sich zu den Jahresberichten von Philip Pauli, Marc Mettler, Stephan Koch und Esbeth Müller keine Rückfragen ergaben und diese genehmigt wurden, ging die Kirchenvorsteherschaft zur Erläuterung der Jahresrechnung 2020 über und überliess der Kirchenpflegerin Finanzen, Caroline Hoffmann-Baro das Wort. Sie berichtete, dass die Rechnung mit einem Defizit von SFr. 12'245.—abschliesse, budgetiert sei ein Defizit von Sfr. 28'108.--. Statt einem budgetierten Aufwand von CHF 1‘250‘703.-- sei ein Aufwand von SFr. 1‘162‘440.— entstanden. Dieser Minderaufwand sei zum einen auf weniger Sach- und Betriebsaufwand zurückzuführen, da aufgrund der Corona-Massnahmen viele Veranstaltungen, Gottesdienst und Lager nicht stattgefunden hatten und zum anderen aufgrund dem geringer ausgefallenen Transferaufwand. Hierbei handelte es sich um die Zentralsteuer und Beiträge an Gemeinden und Zweckverbände und um den paritätischen Aufwand. Auf Ertragsebene sei tatsächlich ein Ertrag von
SFr. 1‘150‘195 verbucht worden, anstatt der budgetierten SFr. 1‘222‘595. Hierzu erklärte Hoffmann-Baro, dass der Minderertrag hauptsächlich darauf zurückzuführen sei, dass die budgetierten Fondbezüge in Höhe von SFr. 65‘000.—aufgrund der speziellen Coronasituation nicht bezogen worden seien. Erfreulich seien die um
SFr. 17‘921.— höher ausgefallenen Steuereinnahmen, die sich aus höheren Steuererträgen bei juristischen Personen ergaben. Positiv wirkten sich private Spenden aus, da diese den Tranferertrag auf insgesamt SFr. 15‘559.— ansteigen liessen.
Weiter konnte Caroline Hoffmann-Baro verkünden, dass der Verkauf des Ferienhauses CRESTA am 27. April notariell beurkundet worden sei und bedankte sich bei Marco Dübendorfer, der die Gründung einer Cresta Genossenschaft ins Spiel gebracht hatte. Es ist möglich, Genossenschaftsanteile in der Höhe von
SFr. 500.— zu erwerben und dafür Vorteile, wie eines Gutschein in Höhe von
SFR. 250.— oder lebenslang 10 Prozent Rabatt auf Übernachtungen zu geniessen.
Die Kirchenvorsteherschaft beantragt, den Verlust von CHF 12‘245.76 mit dem Eigenkapital zu verrechnen.
Die Rechnung für 2020 wurde von den Anwesenden abgenommen und genehmigt.

Mutationen im Vorstand
Bezüglich der Neuwahlen bleibe zu erwähnen, dass Carolin Schmid aus Salenstein mit 22 Ja-Stimmen als neues Mitglied in die Kirchenvorsteherschaft gewählt wurde. Sie möchte sich im Ressert Erwachsenenarbeit einbringen und freut sich auf die neue Herausforderung. Mit ihrer Arbeit möchte sie einen Teil damit beitragen, dass sich Menschen auf verschiedenen Formen der Spiritualität begegnen können. Um ein neues Mitglied gewachsen, ist die Kirchenvorsteherschaft jedoch weiterhin unterbesetzt, weshalb sich die Kirchgemeinde über weitere Bewerbungen freuen würde.
Als Nachfolger von Frau Sabine Meister wurde Philip Pauli mit 24 Ja-Stimmen als neues Mitglied in die Synode gewählt. Damit ist die Kirchgemeinde Ermatingen nun mit zwei Sitzen in der Synode, der obersten Behörde der Evanglischen Landeskirche des Kantons Thurgau vertreten.
Insgesamt wurden 1553 Einladungen an Salensteiner und Ermatinger Gemeindemitglieder verschickt. Die Beteiligung an der Versammlung fiel sehr schwach aus. Nach den Dankesworten schliesst Pauli den Abend mit den Worten «Denn eine Gemeinde lebt nur durch ihre Mitglieder». Wer sich aktiv und ehrenamtlich in der evangelischen Kirchgemeinde engagieren will, wird mit offenen Armen empfangen. Informationen sind jederzeit auf der Webseite www.evang-ermatingen.ch einsehbar.