Judith Keller

Informationen aus Südafrika

Lis und Brian<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>evang-ermatingen.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>1</div><div class='bid' style='display:none;'>3435</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>

Liebe Gemeindeglieder
Nun geht mein Weiterbildungsurlaub schon bald zu Ende – ab Montag, 6. Mai werde ich wieder im Pfarramt tätig sein.
Während ich diese Zeilen schreibe (erste Märzwoche), läuft hier in Südafrika die 8. von 11 Wochen Theorieblocks meines Weiterbildungskurses. Als zwei von 12 Studenten (zwischen 18- und 48-jährig, aus 5 verschiedenen Ländern) schätzen es Doro und ich sehr, jede Woche eine neue Lehrperson zu einem speziellen Thema zu hören. Es werden grundlegende Glaubensinhalte wie Gottes Vaterherz, Gerechtigkeit und Gnade, Gebet, Vergebung und Versöhnung, Beziehungen oder Leiterschaft behandelt. Ich erfahre diese Zeit als eine wirkliche Bereicherung und glaube, viel Inspirierendes für‘s Pfarramt mit nach Ermatingen mitnehmen zu dürfen. Jede Woche haben wir auch praktische Übungsfelder zum Beispiel in einem der vielen Armenviertel der kleinen Stadt Worcester indem wir dort z.B. in einer Gassenküche mithelfen: Wir bringen den Kindern biblische Inhalte näher und singen und spielen mit ihnen. Die materielle Armut so unmittelbar zu sehen, macht mich immer wieder sehr nachdenklich. Im März gestalten wir als Familie auch ein Zelt-Weekend für Kinder und Jugendliche aus einem Armenviertel mit. Doro besuchte letzthin das „House of hope“ – eine Herberge, wo bedrängte Frauen Zuschlupf finden; die Gespräche waren intensiv und die Frauen waren dankbar um Gebete. Ja, wir erleben auf verschiedenste Weise, wie der christliche Glaube positive Auswirkungen auf Menschenleben haben kann und sind dankbar für das alles.
Zum Kurs dieser Jüngerschaftsschule gehört auch ein längerer Praxisteil für den ich ab dem 1. April zu einem Team gehöre, das auf die Philippinen reist. Während wir dort wiederum auf einer Missionsstation von „Jugend mit einer Mission“ untergebracht sind, werden wir unter der Leitung von örtlichen Missionsteams agieren. Zurzeit sind wir daran, uns in Kultur, Gesellschaft und Leben der Philippinos einzuarbeiten. Ich bin sehr gespannt auf diese Zeit, wo wir vor allem in Armenvierteln der Stadt Cebu Kinderprogramme anbieten werden, Darbietungen vor Gefängnissen machen, wo uns die Gefangenen durch den Zaun sehen können, evangelistische „Events“ in abgelegenen Dörfchen arrangieren oder auch ganz praktisch den Menschen und Kirchen vor Ort helfen (zB ein Gebäude renovieren oder bei irgendeinem Angebot, wo Not am Mann ist, einspringen und dadurch mit Hand und Herz die Liebe Gottes auf dieser Welt sichtbar(er) machen).
Dieser Praxisteil dauert insgesamt mindestens 8 Wochen. Da ich aufgrund meiner Termine im Pfarramt nicht mit der Gruppe nach Japan weiterreisen kann, werde ich (mit Doro und zwei Kursleitern zusammen) den Rest in der Schweiz absolvieren.
Wir sind dankbar, dass „Jugend mit einer Mission“ unsere Arbeit innerhalb der Kirchgemeinde Ermatingen, als praktischen Einsatz akzeptiert solange diese als „Team“ erfolgt.
So wird ab Mitte April bis Anfangs Juni ein junges Ehepaar (sie Brasilianerin, er Amerikaner, beide ca 30, beide bodenständige Leute mit einer tiefen Liebe für Gott und andere Menschen) das Gästezimmer im Pfarrhaus bewohnen und mit Doro (und ab Anfangs Mai auch mit mir) bei den normalen, bisherigen Angeboten der Kirchgemeinde mitarbeiten. Lis und Brian Mc Carthy (siehe Foto) werden sich - auch wenn sie vor allem englisch und portugiesisch sprechen und nur Bruchstücke deutsch verstehen - in verschiedenster Hinsicht in die Kirchgemeinde einbringen. Überall dort, wo nötig, werden sie sich einsetzen. Dies wird je nach dem bei der Kinderwoche, bei Gebetstreffen, Besuchen, im Underground, Träff.J, On fire oder bei Apéros, im MännerTalk oder der Ladiestime, bei der Kinderbetreuung, beim Frühlingsputz in der Kirche, in Lobgottesdiensten oder bei einer Einpackaktion des Kirchenboten oder anderen Hilfsarbeiten in allen Bereichen der Kirchgemeinde der Fall sein.
Es wird keine neuen Angebote geben und alle bisherigen Programme bleiben unter der Leitung der bisher zuständigen Mitarbeiter.
Es sind einfach zwei willige Freiwillige mehr, die sich motiviert in unserer Kirchgemeinde einsetzen, auch wenn es „nur“ für rund 8 Wochen ist.
Schon länger habe ich mir „Praktikanten“ gewünscht, die im Pfarramt oder auch im Diakonat mitwirken - bestimmt wird diese Unterstützung eine Bereicherung für unsere Kirchgemeinde sein.
Ich freue mich jetzt schon auf ein freudiges Wiedersehen im Mai mit Ihnen – liebe Kirchenbote-LeserInnen – sei es im Dorf oder in der Kirche; bis bald!
Herzlich grüsst Sie Ihr Pfarrer Marc Mettler
Bereitgestellt: 27.03.2019     Besuche: 39 Monat 
aktualisiert mit kirchenweb.ch