Judith Keller

Mitteilungen aus der Kirchenvorsteherschaft

Logo Hahn<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>evang-ermatingen.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>1</div><div class='bid' style='display:none;'>2459</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>

Diverses aus der Kirchgemeindeversammlung vom 27. November
Noch keine neue Präsidentin für die Reformierten in Ermatingen
Die Stimmbürger der Evangelischen Kirchgemeinde Ermatingen genehmigten das Budget 2019 mit einem Defizit von 21'367 Franken. Sie bewilligten auch die Gründung der Genossenschaft Cresta Ferienhaus.

Einstimmig genehmigt wurde am Dienstagabend in der Kirche das Budget 2019, das mit einem Defizit von 21 367 Franken rechnet, bei gleichbleibendem Steuerfuss von 15 Prozent. 46 von 578 Stimmberechtigten waren anwesend. Mit grossem Mehr wurde auch der Gründung einer Genossenschaft Cresta, Ferienheim in Luzein, zugestimmt.
Der Aufruf zur Mitarbeit in der Kirchenvorsteherschaft wurde erneut laut: Immer noch fehlt ein Präsident oder eine Präsidentin. Im Mai 2018 hatte Präsidentin Beatrix Loosli ihr Amt niedergelegt. «Wir haben keinen Aufwand gescheut, um neue Mitglieder zu finden. Bitte melden Sie sich», so der Aufruf der Ad Interim-Präsidentin Ines Keller. Verabschiedet wurden an der Budgetversammlung Marco Dübendorfer, zuständig für die Liegenschaften, und Barbara Plüer, Festwirschaft. Auch für diese beiden werden Nachfolger gesucht.
Das Defizit ist gut zu verkraften
Kirchenpflegerin Caroline Hoffmann-Baro präsentierte detailliert die Budgetposten 2019. «Das geplante Defizit von 21'367 Franken ist durch das Eigenkapital gut zu verkraften», sagte sie. Gerechnet wird mit einem Aufwand von 1,329 Millionen und einem Ertrag von 1,308 Millionen. Gegenüber dem Budget 2018 ist ein Mehraufwand von 136'143 Franken budgetiert. Bei den Steuereinnahmen wird ein Zuwachs von rund 80'000 Franken erwartet, das sind neun Prozent gegenüber dem Budget 2018.
Unter Personal sind 22'000 Franken zusätzlich für die 30-Prozent-Präsidentenstelle vorgesehen. Für die Dachsanierung des paritätischen Kirchengebäudes im 2021 sind 220'000 Franken veranschlagt, der Anteil für die evangelische Kirchgemeinde liegt zirka bei 135'000 Franken. Der Sanierungsbedarf des Ferienheims Cresta von 2019 bis 2038 liegt bei 409'000 Franken.
Der Souverän folgte auch dem Antrag des Kirchenvorstandes, für weitere drei Jahre den Jugendtreff The Hall mit maximal 15'000 Franken pro Jahr zu unterstützen. Kirchenvorsteherschaftsmitglied Oliver Schmid betonte: «Wir haben eine gewisse Verantwortung. Wir sehen viel Potenzial in der Jugendarbeit.»
Das Ferienhaus benötigt eine Spezialfinanzierung
«Das Ferienheim Cresta Luzein darf nicht im Verwaltungsvermögen geführt werden, es braucht eine Spezialfinanzierung, weil es keinem Kirchenzweck dient», erklärte Marco Dübendorfer die finanztechnischen Konsequenzen. Eines ist klar: Cresta liegt vielen Kirchenmitgliedern am Herzen, die mit grossem ehrenamtlichen Einsatz schon einiges an baulichen Massnahmen geleistet haben.
Es wurde nach einer Lösung gesucht, wie Cresta erhalten zu können, ohne dass die Kirchgemeinde das Defizit eines Ferienheims tragen muss, dessen Betrieb nicht zu ihren Kernaufgaben gehört. Die Lösung: Gründung einer Genossenschaft, die den Betrieb – wie heute – als Ferienhaus aufrechterhält.
Dazu braucht es eine Trägerschaft, Mitbestimmungsrecht, Gründung durch Genossenschafter und die Kirchgemeinde wird von der operativen Führung und vom finanziellen Risiko entlastet. Auch Mitglieder von ausserhalb der Kirchgemeinde sind willkommen. «Vorgesehen ist eine Bewertung zu 800'000 Franken. Kann das erforderliche Genossenschaftskapital nicht bis Ende 2019 bereitgestellt werden, wird die Idee nicht weiterverfolgt», sagte Dübendorfer.
Votant bezeichnet das Ferienhaus als Fass ohne Boden
In der Diskussion wurde das Projekt von einem Votanten «als Fass ohne Boden» beurteilt. Ein anderer Votant sagte: «Ich bin erstaunt über die gute Lösung.» Mit grossem Mehr wurde dem Antrag der Kirchenvorsteherschaft, die Übertragung des Ferienheimes Cresta an eine Genossenschaft gemäss den beschriebenen Rahmenbedingungen im Grundsatz zu unterstützen, angenommen.
Geehrt für ihr Engagement und verabschiedet wurden die zurückgetretenen Kirchenvorstandsmitglieder Barbara Plüer (Festwirtschaft, Ökumene) und Marco Dübendorfer (Liegenschaften). Ausserdem musste aus gesundheitlichen Gründen Sacha Eberli Mitte August, nach gut 1 1/2 Jahren, den Rücktritt aus der Behörde geben. Sacha Eberli hatte das Ressort Öffentlichkeitsarbeit inne. Zudem gestaltete er unzählige Flyer für ganz verschiedene Anlässe. Die KiVo dankt Sacha Eberli ganz herzlich für seinen engagierten Einsatz und wünscht ihm ganz viel Zuversicht und gute Genesung. Gerne kommt sie auch auf seine gestalterische Kreativität zurück und freut sich schon auf weitere Flyer. Als neuer Revisor wurde Roland Schuler gewählt.
Margrith Pfister-Kübler 29.11.2018, 17:03 Uhr

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