Judith Keller

Bericht ökum. Seniorennachmittag

Foto Seniorennachmittag<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>evang-ermatingen.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>1</div><div class='bid' style='display:none;'>3164</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>

vom Isenheimer Alter aus dem Underlindenmuseum in Colmar
Eddy Billeter
Auch wenn sich viele der 30 Seniorinnen und Senioren der evangelischen und katholischen Kirchgemeinde Ermatingen unter dem Dia-Vortrag über den Isenheimer Altar von Pfarrer Werner Pfister nicht allzu viel vorstellen konnten, warteten doch alle im katholischen Pfarreisaal gespannt auf seine Ausführungen, denn kaum einer versteht es besser, einem Bild Leben einzuhauchen.

In den vielen Jahrhunderten seit der Kreuzigung Jesu haben Maler und Bildhauer versucht, die Szene am Kreuz so lebensnah wie möglich darzustellen und doch ist es keinem gelungen dieses erschütternde Ereignis, das die Welt veränderte, in der ganzen Tragik so auf die Leinwand zu bannen wie es Mathias Grünewald in den Jahren 1513/15 auf den Isenheimer Altar zauberte. Er ist nach einer Restaurierung im neuen Glanz im Underlindenmuseum in Colmar zu bestaunen.

Was ein Maler mit so einem Werk sagen will, wird erst verstanden, wenn ein Sachverständiger wie Werner Pfister es versteht, auf Einzelheiten hinzuweisen. Er versteht es, den gespannt Zuhörenden in diesem unvergesslichen Bilderlebnis, das den vom Geisseln geschundenen Körper, die im Todeskampf verkrampften Hände, die hilflos Herumstehenden, der herzerweichende Gesichtsausdruck der Maria Magdalena, die Farben der Gewänder, der sich im Dunkel des Himmels hervorhebende, vom Gewicht sich biegende Balken, das unfassbar wahr Werdende zu erklären.

Es wird nach der Betrachtung dieses Meisterwerkes auch dem Gleichgültigen bewusst, was Jesus auf sich genommen hat. Dass dieses unglaublich Gewaltige nicht das Ende ist, sondern der Anfang im strahlenden Sieg der Auferstehung, der unser Leben bestimmt.

Dieser Vortrag wurde unterbrochen durch einen Kaffee mit Mümpfeli und zum Schluss hellten sich die nachdenklichen Gesichter etwas auf als die netten Damen den Anwesenden feine belegte Brötchen servierten.

Pfarrer Werner Pfister sei herzlich gedankt für diesen interessanten Nachmittag und ebenso Lob und Dank den Helferinnen, die für das Kulinarische gesorgt haben.


Bereitgestellt: 28.03.2018     Besuche: 11 Monat 
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